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Heimatpreise erstmals verliehen: Wertschätzung für Vereine und Projekte

Schwerte. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Stadt Schwerte den mit ins-gesamt 5.000 Euro dotierten Heimatpreis verliehen. Die modern gestalteten Ehrenpreise gingen an den Heimatverein Schwerte, die AG Ornithologie und Naturschutz sowie den Verein zur Verbesserung des Stadtklimas. Ihre Vorsitzenden und Sprecher nahmen die Trophäen freudig entgegen und dankten für die „ganz besondere Wertschätzung“ (Bürgermeister Dimitrios Axourgos), die sie so erfahren durften.

Verleihung des Heimatpreises mit Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Dr. Thomas Kruse (AGON), Uwe Fuhrmann (Heimatverein), Rolf von Lünen (Stadtklima e.V.) und Amtsleiterin Gabriele Stange.
Fotos: Stadt Schwerte / Ingo Rous
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Gabriele Stange präsentiert die Heimatpreis-Trophäen.
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Dass vielfach Kinder im Fokus der Projekte standen, hat die Entscheidungen der dreiköpfigen Jury aus Bürgermeister und seinen ehemaligen Stellvertretern Jürgen Paul und Ursula Meise beflügelt. „Sie haben sich Felder ausgesucht, die speziell auch ganz junge Menschen ansprechen“, sagte die zuständige Amtsleitern im Büro des Bürgermeisters, Gabriele Stange, bei der gemeinsamen Preisverleihung mit dem Bürgermeister. „Das sind schon tolle Ideen“.

Kinderstadtführer

So hat der Heimatverein mit seinem Vorsitzenden Uwe Fuhrmann an der Spitze einen altersgerechten Kinderstadtführer über die lokale Geschichte entworfen und damit den ersten Platz eingeheimst. Derzeit arbeitet der Heimatverein noch an der Veröffentlichung. Die Broschüre wird auf jeden Fall digital als Download zur Verfügung stehen, vielleicht auch in gedruckter Form. „Die Schwerter Grundschulen führen in der Regel im Verlauf des 3. oder 4. Schuljahres eine Projektwoche zum Thema Heimatkunde durch“ erklärte Uwe Fuhrmann. „Der Kinderstadtführer möchte diesen Projektwochen als Leitfaden dienen.“ Zu den Inhalten der Broschüre zählen unter anderem die erste urkundliche Erwähnung, die Etymologie des Stadtnamens, die Geschichte der historischen Baudenkmäler, des Schichtwesens, des Schwerter Wappens sowie viele andere Daten, Fakten und Wissenswertes zur Stadtgeschichte.

Schwerte summt

Kinder hatte u.a. auch die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON) im Visier, als sie 2019 quasi gegenüber der Grundschule Villigst damit begann, unter dem Namen „Schwerte summt“ einen naturnahen Garten für Insekten, Vögel und Kleinstlebewesen anzulegen. Eine bunte Pflanzenvielfalt gibt heute Bienen, Hummeln, Wildbienen und anderen Insekten sowie ein Teich auch Libellen und Amphibien ausreichend Lebensraum, Nistmöglichkeiten und Nahrungsangebote. „Durch die Öffnung des Naturgartens für die Allgemeinheit werden das Miteinander, die Heimatverbundenheit und in Ansätzen auch der gemeinschaftliche Zusammenhalt gestärkt“, sagte AGON-Projektleiter Dr. Thomas Kruse, der die Fläche auch für schulische Zwecke zur Verfügung stellen möchte. Dimitrios Axourgos stellte dieses Engagement unter die Überschrift „Natur als Heimat“.

Für Bäume und Büsche

Auf Platz drei kam der Verein zur Verbesserung des Stadtklimas. Er zieht seit 39 Jahren Bäume und Büsche groß; die Pflanzen werden dann unentgeltlich an Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten und an die Stadt Schwerte und an die umliegenden Gemeinden abgegeben. Der Verein organisiert Pflanzmaßnahmen und führt die Pflanzungen in vielen Fällen selbst durch. „Das Pflanzen beziehungsweise die Erhaltung von Bäumen wertet die Umgebung für alle Menschen nachhaltig auf“, erklärt der Vorsitzende Rolf von Lünen. „Heimat bedeutet für uns, dass die Bewohner eine positive emotionale Bindung zu ihrer Umgebung haben und sich in ihrem Umfeld wohl fühlen.“

Dank an Bürgermeister für Koordinierungsstelle Ehrenamt

Ein besonderes Lob übermittelten die Vereinsvertreter im Rahmen der Verleihung an die professionelle Unterstützung der Stadt.  Ehrenamtskoordinator Christopher Wartenberg sei für die ehrenamtlich tätigen Bürger*innen und Institutionen ein großer Gewinn. „Das gebe ich gerne weiter,“ versprach Dimitrios Axourgos. „Das Ehrenamt genießt in unserer Stadt einen sehr hohen Stellenwert. Ich freue mich daher sehr, dass die im vergangenen Jahr neu geschaffene Stelle auf fruchtbaren Boden fällt“.